INSIDE

Review:

Ich habe vorhin INSIDE zuende gespielt und damn, das war ein echt ein interessantes Spielerlebnis, zu dem ich gerne eine kleine Review schreiben würde: (Diese Review enthält Spoiler, aber die als Spoiler markierten Worte sind sehr knappe Beschreibungen brutaler Szenen, falls man gerade nicht Lust hat sowas zu lesen)

Was mich am meisten beeindruckt hat ist, mit wie Wenig hier so Vieles geschaffen wird.
Ich meine, die Steuerung ist legit nur mit einem Stick sich bewegen und ein Knopf, um zu Greifen und ein Knopf, um zu Springen. Das war es. Und trotzdem wurde es erreicht, über ne solide Playtime hinweg, immer wieder neue Rätsel zu implementieren, die einen echt zum Grübeln bringen (mich zumindest). Dazu gibt es quasi keine UI und trotzdem wurde dem Spieler wirklich gut kommuniziert, wann zum Beispiel Dinge interagierbar sind oder welche Gefahren man zu fürchten braucht. Es war einfach alles sehr intuitiv gestaltet, ohne dabei auf Hilfsmechanismen wie eben UI zurückgreifen zu müssen, was es sehr spaßig gemacht hat auf Lösungen von Rätseln zu kommen.
Auch die Gestaltung der Welt wurde sehr minimalistisch gehalten, um dann in den richtigen Momenten für einen starken Effekt, etwas detaillierter zu werden. So sind zum Beispiel Todesanimationen meist ziemlich brutal. So wird man Mal von Hunden zerfleischt oder von einer Turbine zerfetzt. Alles sehr unschöne Anblicke, aber es verstärk das Gewicht dieser dystopischen Welt, in die man hineingeworfen wird, enorm. Während einem die grundliegenden Konzepte dieser dystopischen Welt von ständiger Überwachung bis zu der völligen Kontrolle über Menschen schon aus anderen Werken recht bekannt vorkommen, wurden diese mir selten so eindrucksvoll aufgetischt, wie hier. Mal hat man selbst die Kontrolle über Menschen, mal muss man sich selbst als die Marionette ausgeben. Durch das Spiel hinweg bekommt man auch Einblicke hinter die Kulissen, um sich vorstellen zu können, wie diese Welt zustande kam und welche Unmenschlichkeiten dafür in Kauf genommen wurden, doch es wird nie etwas wörtlich erklärt, sondern nur gezeigt, damit man sich sein eigenes Bild macht und seine eigenen Schlussfolgerungen daraus zieht.

Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen war für mich dann noch die Handhabung der Secrets bzw. Achievements. Denn über den Verlauf des Spiels lassen sich immer wieder versteckte Generatoren finden & ausschalten, die meist durch ein gelbes Kabel gekennzeichnet sind. Beim ersten Durchspielen habe ich einige durch Zufall beim Erkunden der Welt gefunden und ausgeschaltet. Ich wusste natürlich noch nicht, was das bringt und ob überhaupt ein größeres Ziel dahintersteckt und so fehlten mir am Ende fast die Hälfte. Man kommt nämlich gegen Ende in einen Raum, von dem klar ist, dass er mit diesen Secrets zu tun hat und dort hängt eine Tafel mit Lampen, die chronologisch für jeden Generator im Spiel stehen. So konnte man gut abschätzen, in welchem Bereichen sich vermutlich noch Generatoren befinden und man konnte über das Menu erstaunlich dynamisch zu vorherigen Punkten im Spiel zurückspringen. Heißt ich konnte schnell einige Vermutungen für vergessene Generatoren verifizieren. Dazu kam dann aber noch eine Sache, die ich bei noch keinem Spiel in der Form gesehen habe. Denn ich konnte mich natürlich nicht exakt an den gesamten Verlauf des Spiels erinnern und wo noch gute Punkte für Generatoren wären und so konnte ich mit den Namen und Beschreibungen der Steam Achievements in Tandem arbeiten, um einen guten Guess zu machen, wo sich die Letzten befanden. Und das habe ich bei Spielen so selten erlebt, dass ich wirklich nur durch das Zusammennehmen aller Hinweise selbst zur Lösung kam und das dann auch so konsequent gut funktioniert hat, ohne mir die Lösung völlig offensichtlich zu machen. Das Ganze wurde dann noch abgerundet mit einem Rätsel, bei dem man eine Melodie, die man an verschiedenen Stellen im Spiel hören kann, selbst spielen musste. Zugegebenermaßen war die sehr kurze Sequenz danach eher eine magere Belohnung, doch war das Finden der Secrets schon satisfying genug, als dass mich das enttäuschen würde.

So möchte ich INSIDE gerne eine 9/10 geben. Ich finde es macht das, was es erreichen will, absolut perfekt. Wenn man also für eine kurze Weile in eine interessante und auch sehr passend gestaltete Dystopie eintauchen will, dann kann ich INSIDE wirklich sehr empfehlen.

Danke fürs Lesen <3

Info

Datum Review: 13.03.2026

Bewertung: 9/10

Genre: Keine Ahnung

Release Game: 29.06.2016

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